Katja Engelhardt

Katja Engelhardt, 1986 in Berlin geboren, ist Moderatorin, Autorin und Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk. Professionell bespricht sie vor allem Pop in allen Genres sowie Literatur, darunter auch Comics. Insgeheim freut sie sich, auf Wikipedia zitiert zu werden, nur sind es leider ausgerechnet die falschen Artikel. Sie hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Phonetik (M. A.) studiert.

Foto: Lisa Hinder

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Katja Engelhardt bei EBMD:

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Angela Aux

Angela Aux ist ein Künstler der Gegensätze, ein Künstler des Spiels mit der Identität, ein Shape-Shifter. Er balanciert zwischen Wu-Tang-Shirt und Mädchen-Perücke, zwischen Haiku und Dostojewski.

Ein Kopf der zu viel fassen kann um nur eine grade Linie zu verfolgen – und Angela Aux ist ein Songwriter der den Namen noch verdient, ein Textmensch, ein übervolles Notizbuch, ein Dichter der alten Schule, aufsaugend und ausspuckend, zu sensibel für all den Scheiß da draußen, zu energiegeladen um sich ihm nicht zu stellen. „Die Texte sollen Menschen zum Denken anregen.“ sagt Angela Aux.

„Es ist etwas zwischen Erich Kästner und Allen Ginsberg, es geht um Identität, darum, dass man immer etwas Anderes sein will als man ist.“

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Angela Aux bei EBMD:

Moses Wolff: Amok

Zetti: Mir langts jetza! Hab echt koan Bock mehr!

Spurti: Was hast denn?

Zetti: Woasst hey, mei Chef ist a Drecksau, mei Frau geht mer ziemlich sicher fremd, andere Weiber schaung mi mim Osch ned o, Freind hab i ausser dir koan oanzign, d Gläubiger renna ma d Bude ei, meine Kinder finden mich lächerlich – und jetzt hat mer aa no mei Haftpflichtversicherung kündigt!

Spurti: Und was machst jetza?

Zetti: Mein Plan steht fest: i lauf Amok.

Spurti: Is auf jeden Fall al Alternative. Und wia hättst der des denkt, wia wuistas ostein?

Zetti: Ja, oiso, da hab i mer scho was überlegt. Kannst du zufällig a Pumpgun auftreim?

Spurti: Puh, na wissad i im Moment ned, wo…

Zetti: Zur Not duads a Küchenmesser aa.

Spurti: Im Zweifelsfall, ja, Küchenmesser, des kannt geh. Und wia wuist na ofanga?

Zetti: Du, i hab ma denkt, i hock mi erst amoi in a so a Café, wo oiwei d Studenten higenga, wei des san ja meine ganz besonderen Freind. Und na verwickelt is in a Gespräch, was woass i, Fuassboi oder Vorlesungsverzeichnis oder irgendan andern Kas. Na hör i mir den Schmarrn o und werd hundertprozent in kürzester Zeit wahnsinnig aggressiv. Und dann, wenn i komplett auf hundertachtzge bin, na geht’s los. Bam bam bam bam, sovui mitnehma wias gähd.

Spurti: Mhm. Interessant. Aber, was mi no interessieren dad: is dir des dann wichtig, dass das tatsächlich umbringst oder dads der scho glanga wannstas schwer verletzt?

Zetti: Du, i glaub, in dem Moment kriagst so an Adrenalinrausch, dass des wurscht is.

Spurti: Glabi aa. I glaub, da zählt dann mehr die Quantität als die Qualität.

Zetti: Genau. Wichtig is aa a guads Timing, weil i schätz moi, dass nach zehn Minuten d Bullerei auftaucht und den Schmarrn gib i mir gwieß ned. Da muass i dann im richtigen Moment die Reißleine ziehn.

Spurti: Reißleine? Wia moanst des?

Zetti: Harakiri. Zack! Weg. Auf WIEDERSCHAUN. Arrividerci. Habe die Ehre. Ciao. Auf Wiedersehn, good bye.

Spurti: Ja, des is a vernünftige Konsequenz.

Zetti: Des is da Höhepunkt von am ordentlichen Amoklauf. Ohne des kannt is glei bleim lassn.

Spurti: Und wann wuist des macha?

Zetti: No ned so boid. Vielleicht in zehn, fuchzehn Jahr.

Spurti: Asooo. Und i hab scho denkt, jetz boid, moing oder so.

Zetti: Spinnst du? Naa, die nächste EM gib i mir auf alle Fälle. Und WM aa. Und vielleicht nimmt mi ja in da Zwischenzeit a andere Haftpflichtversicherung, dann spar i mer die ganze Gschicht komplett.

Spurti: Ageh. Wer braucht denn heitzdag scho a Haftpflicht?

Zetti: Spinnst du? A Haftpflicht is sauwichtig. A du bist lustig.